Georg-Forster-Kolloquium 2022: 18. November 2022

Rassismus und Antirassismus im 18. Jahrhundert – Call for Papers

Die Georg-Forster-Gesellschaft e. V. veranstaltet jährlich das Georg-Forster-Kolloquium. Die Beiträge werden in den Georg-Forster-Studien publiziert.

Im Kontext der aktuellen Diskussionen über den Rassismus und seine Wurzeln rückt auch das Zeitalter der Aufklärung in den Blick, als im Gefolge der Weltreisen und der europäischen Expansion moderne Rassenkonzepte aufkamen. Die Kritik richtet sich vor allem gegen die im 18. Jahrhundert gängige Praxis, neben Tieren und Pflanzen auch Menschenrassen zu systematisieren. Andererseits waren es Aufklärer wie Georg Forster, die dezidiert antirassistische Positionen vertraten und auf koloniale Interessenszusammenhänge aufmerksam machten – zu denken wäre nur an seine Debatten mit Christoph Meiners. Ganz allgemein mischen sich in den zeitgenössischen Diskussionen wegweisende Wortmeldungen mit Blindstellen und zeitbedingten Vorurteilen.

Das geplante Kolloquium möchte die gesamte Breite rassistischer und antirassistischer Stimmen im 18. Jahrhundert vermessen und der Frage nachgehen, welche Auswirkungen der Rassendiskurs der Aufklärung für die Gegenwart hat. Bitte senden Sie Ihre Themenvorschläge bis zum 31.07.2022 mit einem Kurzexposé und biographischen Angaben an Herrn Prof. Stefan Greif (greif[at]uni-kassel.de).

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Georg Forster 1754 – 1794

Weltumsegler – Naturforscher – Essayist – Reiseschriftsteller – Demokrat

Die Georg-Forster-Gesellschaft wurde 1989 in Kassel gegründet. Zu ihren Aufgaben gehört es, die ungeheure Breite von Forsters wissenschaftlichen Interessen, seine aufklärerische Tätigkeit und vor allem sein Werk als Kulturvermittler im öffentlichen Bewusstsein zu vermitteln.

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Mitgliederversammlung 2021 über Zoom

Liebe Mitglieder der Georg-Forster-Gesellschaft,

unsere nächste Mitgliederversammlung findet pandemiebedingt online statt:

Freitag, den 10. Dezember 2021 um 17 Uhr. Den Zoom-Link erhalten Sie auf Anfrage hier:

sinning[at]uni-kassel[dot]de

Herzliche Grüße

Ihre Georg-Forster-Gesellschaft

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Georg-Forster-Kolloquium

Am 01. November 2019 findet das jährliche Kolloquium der Forster-Gesellschaft in Kassel statt zum Thema “Briefkultur der Spätaufklärung”.

Das 18. Jahrhundert gilt als Zeitalter des Briefs. Im Medium des Briefs werden traditionelle Mitteilungsweisen in private und öffentliche Kunstformen verwandelt, in denen sich die europäische Aufklärungsgesellschaft spiegelt. An der Briefkultur der Spätaufklärung, die im Bewusstsein englischer, französischer und deutscher Stilideale höchste Ausdrucksmöglichkeiten entfaltet, hat auch Georg Forster seinen Anteil. Wie schon seine frühe Rezeptionsgeschichte belegt, gehört er zweifellos zu den Klassikern der Briefliteratur.
Im Rahmen unseres Kolloquiums möchten wir das ganze Spektrum der spätaufklärerischen Briefkultur unter möglichst vielfältigen Gesichtspunkten in den Blick nehmen (Download Flyer).